Frau Mirtana im Supermarkt

Fünf Fakten #3 – Im Supermarkt

Geht Ihr gerne im Supermarkt einkaufen? Ich eigentlich nicht. Allerdings schaffe ich es nie auf den Wochenmarkt … Und weil schon wieder ein Monat vorbei ist, wir heute den vierten Montag im Monat haben ist es auch schon wieder an der Zeit für die „Fünf Fakten„. Über meinen grünen Daumen und die Macken beim Auto fahren habe ich Euch schon fünf Fakten verraten. Heute hingegen soll es sich also um das Thema „Im Supermarkt“ drehen.

Fakt 1: Es gibt ein schwarzes Loch, da wohnen die Chips vom Einkaufswagen.

Kennt Ihr das? Da steht Ihr vor den Einkaufswagen und eben, ja eben war er noch da, der Chip für den Einkaufswagen. Und jetzt isser wech. Passiert mir regelmäßig. Während ich dann hektisch nach dem Ding suche schnauft mir unter Garantie jemand ungeduldig in den Nacken. Das läßt mich leider auch nicht schneller finden was ich brauche um den Einkaufswagen von der Kette zu kriegen … Und weil ich die Chips immer verliere finden sich in meinen Hosen- und Rocktaschen ständig versprengte Ein-Euro-Münzen, die dann eben als Ersatz herhalten müssen. Die nehme ich dann nach dem Einkaufen aus dem Wagen, stecke sie in die Tasche und vergesse sie. Allerdings verliere ich die Münzen, im Gegensatz zu den Chips, nicht.

Fakt 2: Wo haben sie den Frischkäse denn wieder hin geräumt?

Das macht mich wahnsinnig. Ich gehe meist in den gleichen Läden einkaufen. Die liegen halt praktisch in der Nähe. Gewohnheitstier eben. Und als solches brauche ich dennoch recht lange um mir zu merken wo ich welche Produkte finde. Habe ich mir dann endlich gemerkt wo die Lieblingswurst des Mannes und mein bevorzugter Frischkäse zu finden sind dann passiert folgendes: das Sortiment wird neu eingeräumt. Und ich hasse das wie die Pest, ich irre dann immer total orientierungslos durch den Laden und brauche etliches länger. Ich schreibe meinen Einkaufszettel nämlich nach Laufwegen sobald ich wieder drauf habe wo die Produkte jetzt liegen.

Fakt 3: Bin ich hier beim Handball?

Ich kann das verstehen wenn man wenig Zeit hat und sich von der langen Schlange an der Kasse, die alle gerne bezahlen möchten, unter Druck gesetzt fühlt. Zügig arbeiten ist ja auch nicht schlecht. Nun sind manche Lebensmittel empfindlich und ich werde richtig grantig, wenn mir eine Kassiererin meine Einkäufe übers Band und am Besten noch in den Einkaufswagen wirft. Besonders bei Obst und Gemüse freut mich das ganz furchtbar. Nicht.

Fakt 4: Das macht 2,97 €? Kann ich mit Karte zahlen?

Da möchte ich immer laut rufen „Nein!“, hingehen und die Person hauen. Ich habe des Öfteren das Glück, dann die Leute vor mir zu haben, die ihre drei Teile unbedingt mit Karte bezahlen müssen und deren Karte sich dann denkt „Och nö, heut mal nicht.“ Ernsthaft Leute? Sind ein paar Kröten an Bargeld in der Tasche echt zu viel verlangt? Andererseits stört es mich meist nicht wenn Rentner anfangen Cents zu zählen. Es sei denn, ich stehe an der Kasse und merke, daß ich in nächster Zeit vielleicht doch besser mal eine Toilette aufsuchen sollte. Dann isses aber auch egal, wer und was da vor mir warum herum trödelt.

Fakt 5: Nie ohne meinen Einkaufszettel.

Ich schreibe immer einen. Sehr oft nehme ich den dann allerdings nicht mit sondern vergesse ihn auf dem Schreibtisch. Vergessen solcher Dinge ist eine meiner Paradedisziplinen. Da liegt er dann gut. So ein Einkaufszettel funktioniert bei mir wie ein Spickzettel in der Schule. Wenn ich mir einen Spickzettel geschrieben hatte, dann konnte ich sicher sein, ihn nicht zu brauchen. Nicht nur, weil ich von einem sehr genialen Lehrer gelernt habe, wie man Spickzettel richtig schreibt. Sondern weil ich ganz besonders durch das Aufschreiben Dinge behalte. Meist vergesse ich dann immer nur einen, für mich unwichtigen für Cookie hingegen nicht so unwichtigen, Punkt auf meinem Einkaufszettel. Und ich habe die Angewohnheit, daß ich Einkaufszettel nach Laufweg schreibe wenn ich sie für mich schreibe. Ich fange mit dem Obst und Gemüse an, arbeite mich bis zur Kühltheke vor und schlage dann den Bogen zurück zur Kasse. Deshalb macht es mich dann nicht besonders glücklich wenn alles plötzlich wieder woanders steht.

Und jetzt Ihr: seid Ihr Einkaufszettel-Schreiber oder Spontan-Einkäufer? Karten- oder Barzahler? Habt Ihr Marotten rund ums Einkaufen? Erzählt.

13 Gedanken zu „Fünf Fakten #3 – Im Supermarkt“

  1. Hihi, ich habe auch immer meine Hosen- und Jackentaschen voll mit Euromünzen 😉 Einen Einkaufszettel mache ich mir nur, wenn ich viel einkaufen muss. Irgendwie vergesse ich so dann immer einiges, wenn ich keinen Zettel mitnehme. Leider gab es da bei mir noch keinen Lerneffekt. Besonders nervig finde ich es, alle Einkäufe auf das Band zu räumen und dann wieder alles in den Wagen, dann in die Einkaufstaschen – das macht so gar keinen Spaß. Ach ja, ich nähe total gerne Einkaufstaschen, denn Plastiktüten finde ich doof.
    Liebe Grüße, Kirsten

    1. Moin Kirsten,

      Zum Glück schaut der Mann immer noch mal in die Hosen- und Rocktaschen bevor er die Wäsche in die Maschine wirft um die Münzen einzusammeln. Bei mir klimpert die Maschine dann sehr häufig 🙂

      Ich reg mich immer auf wenn hier wieder eine Plastiktüte einzieht. Wir haben so viele Stoffbeutel, teilweise auch noch lustig bemalt, da muß echt kein Plastik gekauft werden. Ich hab auch immer einen Stoffbeutel in der Handtasche und ärger mich scheckig wenn ich den vergessen habe. Wenn ich nur drei Teile einkaufe stecke ich die in die Handtasche, aber wenn da nix mehr reinpaßt stehe ich dann immer dumm da …

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  2. Schon witzig, deinen Text zu lesen. Es kommt mir alles so vertraut vor. 😀 Keinen Einkaufschip zur Hand, aber jede Menge daheim in Schubladen, anderen Handtaschen oder anderen Jackentaschen – kenne ich sehr sehr gut.
    Einkaufszettel schreibe ich mir auch, aber wenn ich sie nicht daheii vergesse (zugegebenermaßen passiert das selten) , hole ich sie höchstens nochmal kurz bevor ich mich an die Kasse stelle hervor, um zu vergleichen. Eingeprägt habe ich es mir meist durch das Aufschreiben.
    Ich bin selber im Einzelhandel und weiß wie nervig es ist, zwanzig Leute vor dir stehen zu haben, die alle schnell drankommen wollen. Aber wenn der Service zu kurz kommt, nicht mal Zeit ür ein persönliches Wort, einen netten Gruß oder Umsicht bleibt, dann läuft was falsch. Deshalb mag ich auch keine Einkaufsmärkte und gehe lieber in die kleinen Läden, wenn es irgendwie möglich ist. Dort wird auch nicht so oft umgeräumt und mit Karte kann man eh nicht zahlen. 😉
    Was sofort Fragezeichen in meinem Kopf aufrief, war die Aussage über richtig geschriebene Spickzettel. Nicht, dass ich das mit meinen 50 Jahren noch brauchen würde, aber neugierig bin ich trotzdem sehr.
    Hab eine schöne Woche,
    liebe Grüße aus Thüringen, Birgit.

    1. Hallo Birgit,

      kann ich Dir nur zustimmen, ich finde es auch schade wenn ich dann am Band so „abgefertigt“ werde ohne Guten Tag und Danke und nicht mal Zeit bleibt seine Einkäufe in Ruhe wieder in den Wagen zu packen. Leider gibt es bei uns kaum noch kleine Läden allerdings habe ich mir vorgenommen demnächst häufiger zum Gemüsehändler die Straße runter zu gehen. 🙂

      Ein „richtig“ geschriebener Spickzettel enthält die relevanten Informationen, die man für die Klausur braucht und das in einer Form, mit der man hinterher auch noch etwas anfangen kann. Auf gut Deutsch nützt Dir ein Spickzettel zu Cäsar nix wenn Du eine Klausur über Napoleon schreibst. Dazu gehört eben auch daß man die relevanten Fakten von den unwichtigen trennen kann und das habe ich halt in der Schule gelernt. Als Schülerin fand ich das natürlich urkomisch ausgerechnet von einem Lehrer beigebracht zu bekommen wie man in der Klausur richtig spickt 😀

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  3. Ich kann dich so verstehen. Ich hasse es ebenso wenn sie alles umstellen. Das macht mich wahnsinnig. Ich bin sowieso immer so desorientiert, aber wenn das dann auch noch alles keinerlei Logik hat *seufz* Als ob ich mehr kaufen würde, wenn ich vor Wut schäumend suche was ich eigentlich brauche. Hmpf.

    Liebe Grüße, Carmen

    1. Hi Carmen,

      exakt! Ich kauf auch nicht mehr wenn ich wütend und verloren auf der Suche nach meinem Essen kreuz und quer im Supermarkt herum irre. Irgendein Experte hat das wohl mal behauptet und jetzt machen es alle so. Sehr spannend finde ich es immer wenn man dann einen Mitarbeiter fragt (vorausgesetzt, man findet einen, die werden ja auch immer weniger). Und selbiger ebenfalls nicht weiß wo der Frischkäse jetzt steht 😀

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  4. Ich kaufe eigentlich ganz gerne ein. Und ich mache mir auch immer einen Zettel, sonst vergesse ich garantiert etwas. Ich liste auch auf nach dem Weg durch den Supermarkt.

    Und mit dem Chip, das kommt mir sehr bekannt vor. Ich weiß auch nicht wie die immer verschwinden 🙂

    Schlangen an den Kassen sind nicht so meins. zeitlich steuere ich das so, dass ich azyklisch einkaufen gehe, dann ist es meistens leer – nicht immer, aber oft.

    1. Hallo Bee,

      warten stört mich nicht. Egal ob das Stau auf der Autobahn oder beim Bezahlen im Laden ist. Das mit dem antizyklisch einkaufen kann ich auch gut. Nie ist der Laden so leer wie bei Spielen der deutschen Fußball-Nationalelf!! Da mich Fußball echt null interessiert finde ich Einkaufen während der Spiele echt angenehm. Man muß dann nur aufpassen rechtzeitig genug von der Straße weg zu sein bevor diese Deppen sich alle ins Auto setzen und stundenlang sinnlos hupend durch die Gegend fahren. Der Sinn von Autokonvois erschließt sich mir nämlich auch nicht.

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  5. Ich gehe auch gar nicht gerne einkaufen. Listen schreibe ich mir immer – sonst würde ich die Hälfte vergessen. Ich kaufe auch immer für so viele Tage wie möglich ein, damit ich nicht so oft einkaufen gehen muss. Dafür erstell ich mir einen Essensplan und dann klappt das mit den Listen hervorragend.

    Ich zahle außerdem meistens mit Karte. Bevor ich in Amerika war, war das anders. Aber drüben zahlt man einfach alles mit Karte. Jeden kleinen Dollar – Preis. Und irgendwie ist das drin geblieben. Ich habe selten genug bargeld dabei, um ohne Karte zu zahlen!

    Ach und das Umsortieren stört mich auch maßlos! Ich gehe ja extra immer in den gleichen Laden, weil ich dann da meine typische Tour habe und nicht alles suchen muss. Also was soll das, wenn sie mir meine Tour versauen? 😉

    Liebe Grüße
    Judith

    1. Huhu Judith,

      die Sache mit dem Essensplan möchte ich auch gerne einführen, allerdings hapert das bei mir echt an der Disziplin und auch an Ideen … Hast Du da irgendwelche Tips für mich?

      So lange die Karte funktioniert wirst Du kein Problem mit mir bekommen wenn ich hinter Dir an der Kasse stehe. Aber wehe, das Ding fängt dann an zu zicken, dann lebst Du gefährlich 😀

      Liebe Grüße,
      Mirtana

    2. Ui Ideen – ich weiß nicht, ob ich eine große Hilfe bin, aber da ich my-miracle Punkte zähle, habe ich allerhand Excel-Tabellen von Gerichten, die ich mal gekocht habe. Den Ordner schaue ich immer wieder durch, bevor ich einen Essensplan schreibe. Und auf chefkoch.de schau ich immer mal wieder nach neuen Rezepten, wenn mir das Gewohnte mal wieder auf die Nerven geht.
      Essenspläne schreibe ich der Disziplin wegen meistens am Wochenende. Und ich versuche meinen Gatten immer mit einzubeziehen, weil ich so gar keine Lust habe mir alles alleine aus den Fingern zu sauen! 😉

      Da bin ich aber froh, dass meine Karte bisher erst ein einziges Mal gestreikt hat! 😉

      Liebe Grüße!

  6. Ich hab eigentlich tatsächlich kaum Bargeld dabei 😀 besonders kein Kleingeld, wenn dann eher Scheine. Aber ich kaufe nie für so kleine Summen ein xD

    1. Hi Einzelkämpferin,

      ich kaufe öfter für kleine Summen ein – gerade wenn es sich um Lebensmittel handelt, die schnell verderblich sind. Und ich habe immer Bargeld dabei, ich zahle nie mit Karte. Bargeld ist etwas, das ich im Portemonnaie habe und zählen kann. Bei ständigem Bezahlen mit Karte ginge mir sehr schnell die Übersicht verloren und das möchte ich nicht. Deswegen besitze ich auch keine Kreditkarte.

      Lieben Gruß,
      Mirtana

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