Kameraliebe

Im Jahre 2009 begann meine Kameraliebe, in diesem Jahr habe ich nämlich für mich beschlossen, daß ich eine Kamera haben möchte. Beschließen ist eine meiner Paradedisziplinen, beschließen kann ich wirklich gut. Was ich wiederum gar nicht kann ist das mit dem Entscheidungen treffen. Nur weil ich also Mitte 2009 beschlossen habe daß ich eine Kamera haben möchte heißt das nicht auch, daß ich mir sofort eine gekauft hätte. Schließlich ist das – für meine Verhältnisse – viel Geld, das da den Besitzer wechseln sollte und so las ich Testberichte, ging in diversen Elektromärkten Kameras angucken und in die Hand nehmen, las Foren und Erfahrungsberichte … Um mich schlußendlich für eine Bridgekamera zu entscheiden.

So zog dann ein gutes Jahr später, Ende Juli 2010, eine Nikon bei mir ein. Eine feine kleine Bridgekamera mit der schwungvollen Bezeichnung “Coolpix P100“. Diese kleine Kamera hat mich dreieinhalb Jahre wirklich so gut wie überall begleitet und mir eine Menge beigebracht. Sie war der Anfang einer Faszination, die bis heute anhält. Ich habe mit ihr knapp 20.000 Bilder gemacht. Auf Familienfeiern. Auf Spaziergängen. In Mittagspausen. Unterwegs. In Museen. Auf Halden. An Seen. In Innenstädten. Beim Basteln. Beim Stricken. Beim Kochen. Beim Renovieren. Immer und überall in der Handtasche dabei. Bis ich schließlich neue Handtaschen nach dem Kriterium, ob genug Platz für die Kamera vorhanden ist, gekauft habe. Ja, ernsthaft.

Irgendwann kam dann naturgegeben der Wunsch nach einer DSLR. Wundert das jetzt irgendwenn? Nach langem Überlegen, wieder Testberichte lesen und Kameras in diversen Elektromärkten begrabbeln zog eine weitere Nikon bei mir ein – eine Nikon D5100. Mein Geschenk an mich selber, schließlich war Weihnachten … Von meiner Familie bekam ich zu Weihnachten noch ein Objektiv (das ich zu 99% der Zeit nutze) und seitdem wohnt in meiner Handtasche eine ausgewachsene Spiegelreflex. Ja, ich schleppe die wirklich so gut wie immer mit mir herum. In der Handtasche.

Die kleine Coolpix sollte allerdings kein trauriges Dasein in einer Schublade fristen, denn immerhin war sie weder kaputt noch machte schlechte Bilder. Also habe ich sie schweren Herzens mit allem Zubehör an meinen Vater weiter gegeben. Damit sie weiterhin benutzt wird statt in meiner Schublade zu vergammeln. Ich kam mir wie ein Verräter vor als ich die kleine Kamera mit all ihrem Zubehör weiter gab, war sie doch so lange Zeit nicht nur Teil meines Lebens, sondern hat es auch verändert. Das war ein wenig als hätte ich einfach eine gute Freundin weiter gereicht. Macht man ja im Normalfall auch nicht …

Seit Herbst 2014 kommt dann noch die Faszination für die analoge Fotografie hinzu. Mittlerweile liegen hier einige analoge Spiegelreflexkameras und ich probiere begeistert verschiedene Filme und Kameras aus. Mehr über meinen Kamerafuhrpark kannst Du auf der Informationsseite Analogliebe erfahren.

Die Fotografie hat mich erwischt. So richtig mit Schmackes und volle Breitseite. Und das ist gut so. Findet mein Konto jetzt zwar nicht unbedingt, aber das hat schließlich immer was zu meckern …

P.S.: Wer möchte, darf mir gerne auf Instagram folgen, wo ich unter dem Namen FrauMirtana mein Unwesen treibe …