Falling in Love with … meiner Handykamera.

Dorothy, meine Kamera, und ich, wir zwei scheinen unsere Differenzen allmählich beigelegt zu haben. Zumindest hänge ich diesem Glauben noch an als die Kamera aus meiner Tasche hole um eine Idee in Bilder umzusetzen, die mir seit meinem letzten Spaziergang im Regen nicht mehr aus dem Kopf gegangen ist. Die hat sich da einfach fest gesetzt, als ich auf dem Weg zurück zum Parkplatz ein Stück Müll im Gebüsch liegen sah … Ja, ich hätte auch gerne angenehmere Arten, um die Inspiration in meinem Leben willkommen zu heißen, als ein Haufen Müll. Danke auch.

Ich hole also die Kamera aus meiner Tasche und starre nach dem Einschalten auf folgende Mitteilung, die mir Dorothy auf ihrem Display anzeigt. Wirklich, ich könnte schwören, ich hörte gerade ein gemurmeltes “Wie dämlich kann man eigentlich sein?!!” Immerhin habe ich alles minutiös vorbereitet, das kann jetzt also echt nicht wahr sein. “Dämlich, dämlicher, Frau Mirtana!” Das muss die Kamera geflüstert haben, die Alternative hieße, ich würde mit mir selber reden. Also bitte, ich führe doch keine Selbstgespräche auf öffenlichen Parkplätzen…!

Zurück zum Thema. Bei diesem Anblick fiel mir nicht nur alles aus dem Gesicht, ich sah mich auch mit drei Optionen konfrontiert: Falling in Love with … meiner Handykamera. weiterlesen

Makrofotos. Oder “… werde ich im Regen unter Bäumen stehen”

Ich habe Lust auf Makrofotos und wir schreiben den ersten November. Nein, nicht heute. Sondern an dem Nachmittag, an dem diese Geschichte begann. Und endete. Allerheiligen, der stille Feiertag, an dem es verboten ist zu tanzen. Das man nicht tanzen darf ist alles, was ich mir gemerkt habe als meine Lehrerin mir damals im Religionsunterricht die Feiertage und deren Bedeutung nahe bringen wollte, ich es aber vorzog unter der Bank zu lesen. Was ich übrigens sehr häufig getan habe, heimlich unter der Schulbank zu lesen. Dieser erste November macht dem Ruf diesen Monats, grau und trüb zu sein, alle Ehre. Es graut und trübt draußen vor sich hin, daß es der in mir wohnhaften Melancholie eine wahre Wonne ist aus dem Fenster zu schauen. “Ich habe heute Lust auf einen Spaziergang um zu fotografieren,” eröffne ich Cookie beim Frühstück. Makrofotos. Oder “… werde ich im Regen unter Bäumen stehen” weiterlesen

Zu Gast bei Marmeladekisses: Foto-Workshop mit Berit.

Sonntag abend und vor mir fährt ein Rentner. So ein richtiger Klischee-Rentner. So einer, der mit vierzig Sachen über die Bundesstraße fährt. Die Bundesstraße, auf der in regelmäßigen Abständen Schilder mit einer dicken “70” darauf daran erinnern, daß man hier schneller als vierzig fahren darf. Ich klebe also hinter diesem Klischee-Rentner und warte auf eine Lücke zwischen all den Autos auf der linken Spur, in denen Menschen sitzen, die in der Lage sind ein Gaspedal zu bedienen.

Es ist einer dieser Abende, die lauthals danach rufen einfach ein Stündchen ziellos durch die Gegend zu fahren. Weil ich beim Autofahren hervorragend nachdenken kann. Ich habe einen spannenden Sonntag hinter mir und mir ist, als hätte ich in meinem Inneren eine Türe aufgemacht und all die Gedanken hinaus gelassen, die ich dort eingesperrt habe. Jetzt wirbeln diese Gedanken durch meinen Kopf und ich fahre Auto, um sie zu sortieren. Zu Gast bei Marmeladekisses: Foto-Workshop mit Berit. weiterlesen

Und dann sind da diese Fehlschläge …

… die Dir volle Lotte ins Genick hauen. Und entweder bricht Dir die Wucht das Genick oder Du schüttelst sie ab. Um weiter zu machen. Oder, das wäre wohl der Idealfall, einfach daraus zu lernen. Fehlschläge als Lektion begreifen ist etwas, das weh tun kann. Käme eine Fee vorbei geschwebt und böte mir an, sie würde mir drei Wünsche erfüllen, dann nähme ich nur einen. Lernen ohne dabei immer so schmerzhaft auf die Fresse fallen zu müssen. Mehr bräuchte ich nicht.  Und dann sind da diese Fehlschläge … weiterlesen

Mirtana goes Makro: kleine Dinge ganz groß.

Ich will schon gefühlt ewig ein Makro-Objektiv haben. Ich mag Aufnahmen von kleinen Dingen, die dann auf einmal groß und gewichtig werden. Feine Details, die man so gar nicht sieht oder so im Alltag nicht bewußt wahr nimmt. Relativ schnell habe ich mir auch eines ausgeguckt, damals. Gut, damals war kurz vor Weihnachten 2014. Ziemlich schnell war mir persönlich klar, daß ich das AF-S DX Micro Nikkor 85 mm haben wollte. Ich lese ja gerne ellenlang und ewig breit Testberichte bevor ich etwas kaufe. Was denn? Ich hab da halt Spaß dran, so what? Und dieses Objektiv schien für meine Zwecke das am Besten geeignete zu sein.  Mirtana goes Makro: kleine Dinge ganz groß. weiterlesen

Entschleunigung? Am Arsch. Oder: Warum eigentlich analog?

Gute Frage. Der Glaubenskampf zwischen „Digitalrittern“ und „Analognerds“ füllt ja mittlerweile Foren, Blogs und Zeitschriften. Und immer wieder wird der Trend von allen Seiten zurück Richtung analog geprügelt, dabei belächelt man dann die Digitalfotografie abfällig. Digital knipst man doch nur, das kann nun wahrlich jeder. Also bitte, der wahre Künstler fotografiert analog! Das liest man doch schließlich immer wieder. Das Wunder der Entschleunigung heißt Analogfotografie und die ist nur was für Könner. Entschleunigung? Am Arsch. Oder: Warum eigentlich analog? weiterlesen

Mr. Wood und die Westruper Heide

Im Moment hänge ich bis Oberkante Unterlippe erkältet zu Hause herum und ziehe das dabei übliche Programm, welches immer im Falle von “Oh, ich habe tödliche Männergrippe!” greift, volle Lotte durch. Also widerlich schmeckenden Erkältungstee, massiver Verbrauch von Taschentüchern, Hühnersuppe schlürfen, viel herum liegen und schlafen und darauf warten, daß meine Stimme vielleicht in absehbarer Zukunft den Weg zurück an ihren angestammten Platz findet. Bis der Punkt kommt an dem ich nicht mehr sinnlos herum liegen mag und mich aus dem Bett quäle. Abgesehen davon kann ich auch nicht schlafen wenn der Handtaschenhund nebenan zwei Stunden lang meine Gehörgänge mit seinem Kläffen quält. Ehrlich, warum bin eigentlich ich die Heisere hier? Die Welt wäre ein ruhigerer Ort wenn Handtaschenhunde nach zwei Minuten Gekläffe Halsschmerzen bekämen …

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Und die Diagnose lautet: Meerweh.

Ich habe gerade ganz akutes Meerweh. Und um mich von diesem Zustand abzulenken lasse ich meinen Go Go Gadgetto ganz einfaches, unhippes Erdbeereis rühren während ich sachte mit dem Staubfeudel durch mein Blog gehe und die Spinnweben aus den Ecken kehre. Es war keine Zeit zum Schreiben. Jedes Mal, wenn ich den virtuellen oder auch echten Stift in die Hand nahm, waren die Worte weg. Als hätten sie allesamt ihre Koffer gepackt und wären von dannen gefahren. Nö, mit der wollen wir nicht. Wir wollen Sand und Salzwasser, Gischt und Wind, Sonne und Sommer. Hoffentlich haben sie sich gut vergnügt, meine Worte. So ganz ohne mich. Allmählich kommen sie wieder zu mir zurück und sie waren es. Sie hatten das Meerweh im Gepäck. Und die Diagnose lautet: Meerweh. weiterlesen