Dickens Festival in Deventer: Eine Zeitreise

„Make place! Make place for the watch! Move it, move it!“ ertönt es im Kommandoton und böse Blicke treffen meine Begleitung, die es nicht schnell genug aus dem Weg geschafft hat. An uns marschieren Männer in Uniformen aus längst vergangenen Zeiten vorbei, die Stiefelabsätze knallen auf das Kopfsteinpflaster. Ein paar Meter weiter sitzen zwei edel gewandete Herrschaften gemütlich zur Teatime zusammen und im Schaufenster läßt eine rüstige Lady mit Häubchen auf dem Kopf die Nadeln klappern. „Kohle zu verkaufen, Kohle zu verkaufen!“ rufen ein paar verschmutzte Bengels, deren Hosen aus mehr Flicken als Hose zu bestehen scheinen, die ehemals weißen Hemden haben auch schon bessere Zeiten erlebt. In einem Hauseingang drücken sich zwei bettelnde Kinder eng zusammen, vor sich eine Holzschale. Dickens Festival in Deventer: Eine Zeitreise weiterlesen

Und die Diagnose lautet: Meerweh.

Ich habe gerade ganz akutes Meerweh. Und um mich von diesem Zustand abzulenken lasse ich meinen Go Go Gadgetto ganz einfaches, unhippes Erdbeereis rühren während ich sachte mit dem Staubfeudel durch mein Blog gehe und die Spinnweben aus den Ecken kehre. Es war keine Zeit zum Schreiben. Jedes Mal, wenn ich den virtuellen oder auch echten Stift in die Hand nahm, waren die Worte weg. Als hätten sie allesamt ihre Koffer gepackt und wären von dannen gefahren. Nö, mit der wollen wir nicht. Wir wollen Sand und Salzwasser, Gischt und Wind, Sonne und Sommer. Hoffentlich haben sie sich gut vergnügt, meine Worte. So ganz ohne mich. Allmählich kommen sie wieder zu mir zurück und sie waren es. Sie hatten das Meerweh im Gepäck. Und die Diagnose lautet: Meerweh. weiterlesen