Noch mehr Analogliebe!

Darf ich vorstellen? Die Diana Mini, ein Geburtstagsgeschenk meiner Familie. Die ist wirklich so klein. Und sie ist nicht nur klein, man füttert sie auch noch mit Film. Nix digital, total analog. Damit kann man Schnappschüsse machen, Doppel- und Langzeitbelichtungen, herum spielen und zwischen 36 quadratischen oder 72 hochkant rechteckigen Aufnahmen auswählen. Die Diana Mini ist für den Spaß an der Sache, mehr nicht.

Denn ich mag Schnappschüsse. Gerade wenn man sie ganz analog auf Film bannt. Weil es irgendwie spannend ist wenn man nicht weiß was man genau abgelichtet hat denn es gibt eben kein Display auf dem man sich die Aufnahme sofort anschauen kann. Weil es Spaß macht den Film zum Entwickeln zu bringen und später abzuholen. Schnappschüsse müssen nicht scharf und technisch einwandfrei sein, die dürfen auch mal verwackelt oder unscharf sein. Schnappschüsse sind Erinnerungen an Momente und brauchen keine Perfektion um ihre Geschichte zu erzählen oder Erinnerungen zu wecken.

Ich habe mal einem lieben Menschen zum dreißigsten Geburtstag fünf Einwegkameras aus dem Drogeriemarkt geschenkt mit denen die Gäste auf der Party wild umeinander fotografiert haben. Die schönsten, lustigsten, schrägsten Bilder habe ich dann nach dem Entwickeln in ein Fotoalbum geklebt und dem lieben Menschen so ein ganzes Büchlein mit Schnappschüssen von einer tollen Party gegeben. Natürlich ist die Qualität dieser Einwegkameras nicht vergleichbar mit den Bildern, die ich mit meiner Dorothy hätte knipsen können. Ganz im Gegenteil, die Bilder sind selten scharf und teilweise dank des eingebauten Blitzes auch etwas merkwürdig belichtet. Das tut dem Spaß an der Sache dafür überhaupt keinen Abbruch.

Es muß in meiner Welt auch nicht immer alles perfekt sein. Für perfekt und technisch einwandfrei und scharf bis in die letzten Haarspitzen habe ich eine DSLR. Für Spaß und einfach mitnehmen und mal drauf los knipsen ohne zu wissen was dabei herum kommt, dafür habe ich mir diese Spielzeugkamera gewünscht. Okay, und ich fand sie einfach niedlich … Sie ist doch auch niedlich, oder? Die kleine Diana Mini paßt hervorragend in die Jacken- oder Handtasche und ist so leicht daß man sie kaum bemerkt. Kein Wunder, die ist schließlich auch komplett aus Plastik. Und weil sie so klein und leicht ist habe ich sie auf etliche Spaziergänge mit geschleppt.

2014-12-11 Diana Mini 03Raschelndes Laub können wir schon mal. Was ich noch nicht so ganz beherrsche ist das Verstellen der Entfernung. Man kann vorne am Objektiv die Entfernung einstellen: 4m bis unendlich, 2-4 m, 1-2 m und 0,6 m. Tja, wenn man dran denkt. Dann kann man da was einstellen. Allerdings reicht bei mir dran denken auch nicht immer, ich kann nämlich Entfernungen nur sehr schwer einschätzen.

2014-12-11 Diana Mini 02Was ich auch etwas gewöhnungsbedürftig empfinde ist die Tatsache, daß die Kamera sich nicht muckt wenn man vergessen hat den Film weiter zu transportieren. Die Revue V6 sperrt einem dann den Auslöser, die Diana Mini macht nichts dergleichen. Deshalb dann die ein oder andere ungewollte Doppelbelichtung. Dann eben futuristische Sonnenuntergänge mit schwebenden Bäumen, hat auch nicht jeder.

Alles in allem macht das Dingen wirklich Spaß. Ich mag diesen leicht verträumten Look der Bilder, der ein bißchen an alte Fotoalben erinnert. Mal schauen, wenn das Wetter wieder sonniger ist, dann vielleicht mal gezielt mit Doppelbelichtungen spielen gehen. Dafür ist sie schließlich da: zum Spielen und Spaß haben.

5 Gedanken zu „Noch mehr Analogliebe!“

  1. Ach, wie schön. Die Aufnahmen erinnern mich doch schwer an meine Zeit als Teenie, als ich Vatterns Kamera mitschleppen durfte.
    Hab noch viel Spaß damit!
    Liebe Grüße
    Petra

    1. Danke schön! Ich warte die ganze Zeit auf besseres Wetter, bei dem stürmischen Grau und Naß da draußen herum stromern bringt mich jetzt auch nicht so zu (fotografischen) Freudensprüngen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert