15 Kommentare, sag auch was!

  1. Frau Rabe

    das ist die „Mallorca-Traumurlaub-Entzugserscheinung“. Ich habe bis vor 2 Wochen auch extrem drunter gelitten. Dann habe ich Entscheidungen getroffen und nun gehts mir wieder super. Email für Dich nachher.

    • Hab Deine Mail gesehen und Dir mal in epischer Breite das Elend ins Postfach geklatscht, das ich hier mit einem halben Absatz angerissen habe 🙂

      Und ja, ein Roadtrip wäre jetzt eine feine Sache. Blöderweise nehme ich mich aber mit, ich kann mich ja schlecht zu Hause lassen und wie heißt es so schön bei Metallica?

      ¨Misery loves company …¨

      Entscheidungen stehen hier auch an. Kann ja so nicht weiter gehen mit mir 😉

  2. Ich mag deinen Realitätscheck. Ich sitze hier nickend mit einem fetten Grinsen. Ich bin ja auf deine Einleitung reingefallen und hab mir das in meinem Kopfkino angesehen und dich beneidet, dass du das schaffst ;o) Aber leider isst bei mir gerade genauso. Zu viel Kopf um zu wissen wo man ansetzen soll. Wenigstens hab ich es vorhin geschafft statt dem drölfzigsten Kaffee 15 Minuten auf den Elipsentrainer zu gehen. Mein Rücken dankt zumindest ein bisschen. Ich drück dich! Und uns beiden die Daumen, dass wir es schaffen irgendwo anzusetzen.

    Liebe Grüße, Carmen

    • Die Einleitung ist fies, ich gebe das zu. Würde ich auch zu gerne drauf rein fallen 😉

      Ich hab mich gestern abend zum Yoga angemeldet, das neue Semester startet ja nach den Sommerferien wieder. Und da ich morgen mein Auto zur Werkstatt bringen muss (man könnte meinen ich fahre einen BringMichWerkstatt …) kann ich die Gelegenheit nutzen mit dem Dienstrad vom Büro nach Hause zu fahren. Ansonsten gucke ich seit einer Woche keine Serien mehr, ich sitze stattdessen und schreibe Texte. Auch wenn die erst mal nur als halbe Entwürfe im Backend rum dümpeln, Hauptsache mal wieder ans Schreiben kommen.

      Wir schaffen das, den Allerwertesten hoch zu kriegen! Gut, im Moment sitze ich drauf weil ich im Stehen so schlecht tippen kann – davon gibbet erst recht Rücken. Und wenn normale Schritte nicht funktionieren, dann eben Babyschritte – und sei es nur eine Viertelstunde Elipsentrainer! By the way, was ist das?

      Also, Babyschritte, Baby? 😉

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  3. Hm also, nenn mich Schwarzseherin, aber ich würde derzeit gerade gegen Dich wetten, was Yoga angeht. Ja, voll fies, bitte versteh das als meine Sympathie, ich bin nämlich nur zu Leuten verletzend ehrlich, die ich mag. Eine ziemliche Kack-Angewohnheit. Und Gewohnheit ist ja hier irgendwie das Stichwort.
    Also Entscheidungen hören sich gut an, ich würde aber erst einmal Entscheidungen GEGEN Dinge treffen, nicht noch mehr Entscheidungen FÜR irgendwas. Ich hab den Eindruck, Du hast – und das kenne ich verdammt gut – schon viel zu viele Entscheidungen für irgendwas getroffen (ich sollte Yoga machen, ich will Fotografieren, ich will Frühaufsteherin sein, ich muss dies, ich muss das…), und dann kommt Frauchen Perfekt vorbei und zeigt Dir, wo es in jeder Ecke damit hapert und Du hockst mit schlechtem Gewissen da, Deinem zusammengeschusterten „ich muss – ich will“-Selbstbild nicht mehr zu entsprechen.
    Sorry, nein, ich will hier nicht Dich psychologisieren, ich sage meine Meinung und das, was ich nämlich genau so von mir kenne.
    Derzeit brennt es bei mir an allen Ecken und Enden, seit etwa einem Jahr. Deadlines, Projekte, die Arbeit, zig andere Ansprüche… Das war viel zu viel. Also habe ich einen Cut gemacht:
    1.: Keine neuen Projekte mehr annehmen (hüstl, das ist so halb geglückt).
    2.: Mich von Projekten verabschieden – kurze fix erledigen, andere ganz bewusst auf nächstes Jahr verschieben, andere absagen.
    3.: Mich von Vorstellungen verabschieden, die ich nicht bedienen kann, z.B.: Keine Selfies mehr. Ich hasse Selfies, und nur, weil manche Leute gerne auf SoMes Fotos von mir sehen wollen, gibts deshalb dennoch kaum welche. Oder auch: Ich bin keine Frühaufsteherin mehr und kann nicht länger als 6 Stunden pro Tag produktiv arbeiten. Dann ist das eben so. Und die Prokrastiniererei wird inzwischen zelebriert und nicht mehr mit schlechtem Gewissen hinter mich gebracht. Das Haus sieht scheiße aus. Ja, auch das ist eben so, ich bin nicht Wonderwoman.
    4.: Ich kann nur eine Sache auf einmal. Also ich könnte auch 3 auf einmal aber dann werden alle 3 nur mittelmäßig und ich schon wieder konfus. Also habe ich Zeiten – seeehr großzügige Zeiten, für jede Sache. Zeiten für Buch schreiben. Da seh ich halt ultra scheiße aus, Dusche nicht und die Küche ist voller Gerümpel. Aufräumzeiten. Da denke ich nicht an Projekte sondern kümmere mich um Wäsche und Küche. Projektzeiten. Da kann ich halt nicht noch anderes nebenbei machen. Blog? Dann gibts eben mal keinen neuen Post.
    Und siehe da: Es ist nicht so, dass alles „flutscht“, aber dann wäre es ja auch kein Leben. Aber ich bekomme wieder mehr Dinge gebacken. Und habe vor allem dieses furchtbare schlechte Gewissen wegen allem und etwas abgelegt. Das macht einen nämlich echt fertig, finde ich.

    Liebe Grüße
    /inka

    • Frau Rabe

      hihi, ja, Entscheidungen… für oder gegen? FÜR Yoga = GEGEN faulsein. Und nun in Deinem Sinne, Inka: GEGEN zu viel vornehmen = FÜR chillen… auch ganz in meinem Sinne! Ich habe mich mit dieser Methode aus meinem Loch geholt. Wenn man es sich erlaubt und es als eine Art Selbsttherapie ansieht, sind die Erfolgs-Chancen groß.

    • @inka: Ich mag Deine Kack-Angewohnheit. Ehrlich. Ich denke noch ein wenig drüber nach, über Deinen Kommentar. Nicht, daß Du meinst, ich wäre sauer oder so. Bin ich nicht. Ich muss da ein wenig drauf herum kauen. Auf dem, was Du gesagt hast und bis ich damit fertig bin kann ich Dir keine ehrliche Antwort auf Deine Worte geben. Kommt noch. Jetzt erst mal ein fettes Danke für Deine Ehrlichkeit. :-*

    • Also nicht, dass Du denkst, ich lese Deine Antwortkommentare nicht, ne. Die lese ich. Und kann warten. 😉

    • So, Du Schwarzseherin. Jetzt ist Wochenende, draußen regnet es und ist uselig (Suppenwetter!). Jetzt kriegste die Antwort, die ich versprochen habe 🙂

      Immer noch Danke. Für die Kack-Angewohnheit, ehrlich zu sein. Habe ich mal so überhaupt nichts gegen, ich mag das. Und ich mag Deine rotzige Art den Nagel auf den Kopf zu treffen. Du hast nämlich recht. Noch mehr Entscheidungen „FÜR“ irgendwas ist nicht das, was ich im Moment brauche. Allerdings, um mal hier auf der philosphischen Schiene zu bleiben, hat Frau Rabe schon ganz recht mit dem, was sie sagt. Eine Entscheidung für etwas ist auch immer eine Entscheidung gegen etwas. So zur Erklärung zwischendrin: ich bin so jemand, ich kann ewig auf einem Thema herum kauen. So wie trockenes Brot, das im Mund immer mehr wird. Wenn ich mich dann zu Wort melde, dann habe ich die Talsohle erreicht. Oder anders, das trockene Brot ist zu einem Klumpen zerkaut der die Kapazität meiner großen Klappe übersteigt.

      Hier nicht sichtbar und thematisiert habe ich die letzte Zeit eine Menge Entscheidungen gegen etwas getroffen. Das Arbeitszimmer entrümpelt, angefangene Projekte beendet oder schlicht entsorgt, den Kleiderschrank verschlankt (so die Klamotten, von denen ich immer dachte, ich pass da noch mal rein … *hust*), Social Media Kanäle und Feedreader entmistet. Und eine Menge nachgedacht. Und bei Entscheidungen frage ich mich mittlerweile immer „Warum will ich das eigentlich?“ Weil ich dazu neige, mich in anderer Leuts Vorstellung, wie ich denn so zu sein habe, zu verlieren. Ich mag halt gerne wieder früh aufstehen weil mir das, so bekloppt das klingt, gegen Schlafstörungen geholfen hat. Und, nicht minder wichtig, ich bin ein Morgenmuffel. Da ich nicht alleine wohne läuft hier morgens ein Cookie herum. Radio an, reden, interagieren zwei Minuten nachdem ich die Augen aufgemacht habe? Ähm. Ich hab den Post Sonntags geschrieben und für Montag zur Veröffentlichung terminiert. Und bin Montag morgen einfach wieder um kurz nach fünf aufgestanden. Wie den Rest der Woche auch. Ich genieße das einfach, morgens ungestört wach werden zu können – egal, ob ich mich für eine Runde Yoga auf die Matte begebe, irgendwas aufräume, meditiere oder einfach ein paar Reihen stricke. Gerade Yoga und Meditation helfen mir morgens unglaublich um fokussiert in den Tag zu starten statt irgendwie zu zerfasern. Somit kriege ich auch mehr auf die Kette und habe nicht ständig das Gefühl irgendwo offene Baustellen herum liegen zu haben.

      Es werden keine neuen Projekte mehr gestartet, ich hab genug Spielzeug für die nächste Zeit. Und die Projekte, die entweder vor die Wand gelaufen sind oder aber schon gefühlte Ewigkeiten unfertig hier herum liegen sind raus geflogen. Aufzuhören damit, mich selber mit Verachtung zu strafen und über das, was ich wirklich brauche, hinweg zu setzen. Das mit den Zeiten für jede Sache finde ich ’ne gute Idee. Es muss auch gar nicht flutschen, es reicht wenn es mir gut geht und mir nicht ständig gefühlt alles um die Ohren fliegt 😉

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  4. Haaa! Hier auch!

    Nur, dass ich gerade Nägel mit Köpfen gemacht habe und jetzt vor lauter Sorge um die Zukunft den Arsch genau so wenig hoch bekomme wie vorher, als ich noch keine Nägel mit Köpfen gemacht hatte. Naja. Arsch hoch ist gut. Ich habe mir seit Tagen vorgenommen endlich wieder laufen zu gehen und suche gerade noch ausreden, warum es gleich nicht geht 😉 (Handy Akku alle, Laufuhr Akku alle, sieht komisch dunkel am Himmel aus)

    Dafür gehört bloggen zu meiner prokastiniererei – das kann man super machen um nicht laufen, lernen, Bewerbungen schreiben zu müssen *prust*

    • Gut, daß ich damit nicht alleine bin. So fies das auch klingt, und es ist echt nicht so gemeint, das hat was Tröstliches. Zu meiner Prokrastiniererei gehört ganz definitiv stundenlang und ziemlich ziellos im Internet herum surfen. Fängt meist damit an, daß ich etwas Bestimmtes recherchieren will und dabei jedes mal total vom Weg abkomme … Lustige Katzenvideos, anyone?

      Über die Nägel mit Köpfen hab ich bei Dir gelesen. Mutiger Schritt!

      Liebe Grüße,
      Mirtana

    • Im Moment tauge ich nicht zum Vorbild 😉 Bemühe mich aber, daran zu arbeiten. Wie heißt es in Arbeitszeugnissen immer so schön?

      Sie war stets bemüht!

      Allerdings stelle ich gerade fest, so ein schriftliches Auskotzen hilft. Macht zumindest klarer was hier gerade wichtig ist. Und was nicht. Ist ja immerhin auch was 🙂

      Mal wieder Spanier, so demnächst?

      Liebe Grüße,
      Mirtana

  5. ich versteh so gut was du meinst. instagram und realität ist halt mittlerweile leider ein widerspruch in sich. unsere tage haben nur 24 stunden und das angebot an allem, was man machen könnte und sollte ist einfach nie endenwollend. man kann nur prioritäten setzen oder ertrinken, im einen bin ich nicht gut, vom anderen nicht begeistert. aber man wurschtelt sich raus aus der spirale, schafft es wieder eine weile, rutscht wieder hinein. mir scheint, als wär das nunmal irgendwie das leben.

    • Ich habe, und das klingt schon ein wenig böse, sehr viele Accounts aus meiner Timeline gekickt. Zu viel Hochglanz, teilweise echt nervige Werbung für Gedöhns oder einfach nur die ewig gleichen Bilder. Ich mag den Feed von Instagram selber, die stellen dort immer wieder mal interessante Künstler vor.

      Und sonst Folge ich Leuten, deren Blogs ich lese und/oder bei denen ich das Gefühl habe die machen ihr eigenes Ding. Das finde ich viel inspirierenden als all die überbelichteten Feeds ohne eigene Sprache 😉

      Deinen letzten Satz werde ich mir auf ein Post-It an den Bildschirm pappen. Finde den so passend <3

      Liebe Grüße,
      Mirtana

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