Goodbye, Dear Friend.

The world, it carries on
Your memories and song
And your pictures on my wall,
are not forgotten.

Deer Tick „Goodbye, Dear Friend“

Danke dafür, daß Du hinter mir gestanden und mir den Rücken gedeckt hast. Du warst mein Sicherheitsnetz und zu wissen, daß ich zu Dir kommen konnte selbst wenn der Rest der Welt in Trümmer fällt, hat mir das Rückgrat gerade gehalten.

Danke dafür, daß Du mich von meiner schlimmsten und von meiner besten Seite gesehen und nie ein Wort darüber verloren hast. Du hast mich immer gesehen. Du warst in den beschissenen Zeiten da und Du warst in den guten Zeiten da. Von Dir habe ich gelernt, wie man wieder aufsteht, den Scheiß hinter sich läßt und den guten Zeiten entgegen geht.

Danke dafür, daß Du an mich geglaubt hast. Egal, wie sehr ich an mir selber gezweifelt habe, ich konnte mir sicher sein, Du glaubst an mich. Immer, wenn ich denke, ich kann etwas nicht, dann höre ich Dein „Hast du nen Nagel im Kopp?! Natürlich kannst du das, du bist das intelligenteste Mädchen, das ich kenne!“ Und du kanntest immerhin eine ganze Menge Mädchen.

Danke dafür, daß Du ein offenes Ohr hattest und alles, was mir so groß und erdrückend erschien, mit gutmütigem Lachen zu dem gemacht hast, was es war: nicht wichtig genug um sich lange den Kopf darüber zu zerbrechen. Und trotzdem hast Du Dir meine Tiraden bis zum Ende angehört.

Danke dafür, daß Du nie versucht hast, mich zu verändern. Ich war in Deinen Augen richtig, so wie ich bin. Bei Dir durfte ich stets ich selber sein.

Danke dafür, daß es Dir absolut egal war, was andere über unsere Freundschaft gesagt haben, die als etwas anderes begann und sogar unsere Trennung als Paar vor so vielen Jahren überstanden hat. Von Dir habe ich gelernt, nichts auf das zu geben, was andere denken und das zu tun, was ich für richtig halte.

Danke für all die lustigen Telefonate, die so häufig mit „Alter, sind eigentlich alle Frauen bescheuert?!“ begannen und bei denen ich nach fünf Minuten lachend am Boden lag. Niemand konnte so lustige Frauengeschichten erzählen wie Du.

Danke dafür, daß Du mir so oft den Arsch gerettet hast. Egal, wann ich Deine Hilfe gebraucht habe, Du hast alle Hebel in Bewegung gesetzt um mir zu helfen. Und Du hast mich nie aufgegeben, selbst dann nicht, als ich mich selber abgeschrieben habe. Ich hätte Dich mitten in der Nacht anrufen können um eine Leiche zu begraben und Du hättest nur gefragt “Wo muß ich hin und wie viele Schaufeln brauchen wir?”

Danke dafür, daß Du dich von Herzen mit mir gefreut hast über meine Erfolge und all das Gute, was mir widerfahren ist. Ich kenne wenige Menschen, die so sehr von Herzen gönnen können wie Du. Immer, wenn mir etwas Gutes passiert, ist einer meiner ersten Gedanken, daß ich Dir das erzählen muss weil Du Dich darüber mit mir freuen wirst.

Danke dafür, daß Du mir nie erzählt hast was ich hören wollte, sondern was ich hören mußte. Du hattest nie Angst davor, mir den nötigen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen statt mich zu bedauern. Deine Ehrlichkeit wird mir fehlen.

Danke dafür, daß Du meine Geheimnisse bewahrt hast. Die peinlichen, die lustigen und auch die kleinen, schwarzen, für die man sich am Ende in Grund und Boden schämt. Ja, ich weiß, daß Du damals Recht hattest mit dem Typen, der war ein Vollidiot. Du hattest auch Recht mit Cookie. Zum Glück. Die Abmachung, was wir uns erzählen bleibt bei uns, war der Grundstein für das große Vertrauen zu Dir.

Danke dafür, daß Du mir jedes Mal, wenn ich wieder mal Verständnisprobleme mit Männern hatte, geduldig erklärt hast, wie Männer ticken. Nachdem ich mich gefühlt fünf Stunden ausgekotzt hab, wie scheiße Männer sind.

Danke dafür, daß ich so viele schöne, lustige und gute Erinnerungen habe, in denen Du eine Hauptrolle spielst. Mit Dir war es nie langweilig, selbst eine stundenlange Autofahrt konnte mit Dir zum Abenteuer werden.

Danke dafür, daß ich so viel von Dir lernen durfte und für den Einfluß, den Du auf mein Leben genommen hast. Wer weiß, wo und was ich heute wäre wenn ich Dir nicht begegnet wäre. Du hast mich gelehrt, mich nicht verbiegen zu lassen.

Danke für zwanzig Jahre Freundschaft durch dick und dünn. Ich werde Dich vermissen. Ja, ja, ich weiß „Mimimi, stell dich nicht an wie ein kleines Mädchen!“ Werde ich nicht. Ich werde Dich vermissen wie ein großes Mädchen. Versprochen.

Schlaf gut, mein Freund. Du wärest heute fünfzig geworden.

Rückblick: Dabei fing das Jahr so gut an …

Dieses 2020 ist gerade mal ein paar Stunden alt und zeigt sich von seiner besten Seite. Sonnenschein, klare Luft und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Zeit und Gelegenheit, mein Weihnachtsgeschenk von Cookie auszuführen. Ich verpacke mich in Schichten von Kleidung, so viel wie unter meine Kombi halt paßt, fahre tanken und mache mich dann auf den Weg. Immer der Nase nach auf meinem Motorrad. Rückblick: Dabei fing das Jahr so gut an … weiterlesen

Monatsliebe: Zeit für Lux Aurea im Oktober.

Spät dran bin ich, schon wieder mal. Geschichte meines Lebens, alles auf den letzten Drücker und später zu erledigen. Immerhin ist der gute Oktober jetzt schon ein paar Tage alt und die Monatsliebe ist noch nicht, immer noch nicht fertig. Ich entschuldige mich einfach mal mit einer Menge Streß die letzten Tage. Gefühlt ein halbes Dutzend Baustellen auf einmal. Man kommt ja zu nix, Ihr kennt das. Zu nix kommen, das kann ich offensichtlich gut. Monatsliebe: Zeit für Lux Aurea im Oktober. weiterlesen

Zwölf ultimative Wege mich als Leser endgülig los zu werden.

Ich sag Ihnen das lieber gleich. Bevor wir hier uns noch falsch verstehen. Kommt ja immer mal wieder vor, daß sich Menschen falsch verstehen. Ich mein ja nur, ich sollte Sie vorwarnen. Denn jetzt geht es um die zwölf Wege. Nicht einfach nur schnöde Wege, sondern gleich ultimative Wege. Gerade wenn Sie ausgerechnet jetzt das Pech haben sollten, zum ersten Mal in diesem Blog als Leser vorbei zu stolpern, tut mir das schon ein wenig leid für Sie. Das ist ein harter Einstieg hier. Dennoch, schön, daß Sie da sind übrigens! Freut mich. Für die Mutigen unter Ihnen kommt hier der Klick zum …
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Monatsliebe: Tempus Fugit, da ist es schon September!

Ja, ich bekenne mich schuldig. Einfach nach monatelanger Vernachlässigung meines virtuellen Wohnzimmers so klammheimlich erst im September wieder hinein geschlichen kommen und so tun, als sei nix gewesen. So ist das nun mal mit mir und meinen Hobbys und ständig wechselnden Interessen. Den einen Tag brenne ich dafür, gefühlte tausende Bilder auf meine Speicherkarte zu brennen um dann wieder die Kamera für Wochen in die Ecke zu stellen. Die eine Woche schreibe ich jeden Abend als wäre der Teufel hinter mir her, dann veröffentliche ich Monate exakt null Beiträge. Und ständig fange ich etwas neues an. Mein aktuelles Steckenpferd? Ein Blechkasten mit hundertzwanzig (ja, richtig. 120!) verschiedenfarbigen Buntstiften und ein Malbuch für Erwachsene … Wie, wer wird denn da lachen? Monatsliebe: Tempus Fugit, da ist es schon September! weiterlesen

Monatsliebe: Ein Grinch mag den Dezember.

Wie, ist er schon wieder vorbei, der November? Geht jetzt stark in Richtung Endspurt, dieses 2018, wie mir scheint. Dabei habe ich doch gestern erst verkündet, warum der November ein toller Monat wird, da hat er sich schon wieder durch die Hintertüre davon geschlichen. Oder er wurde vom Dezember eiskalt davon gemobbt, nix Genaues weiß man nicht. Monatsliebe: Ein Grinch mag den Dezember. weiterlesen

Nun bitte das andere Links. Danke.

“Nein, nein, das andere links!!”

Ein Satz, den ich öfter mal höre. Meist dann, wenn ich rechts abgebogen bin und eigentlich links hätte fahren sollen. Ich habe eine Rechts-Links-Schwäche, die mitunter zu skurrilen und komischen Situationen führt. Für all diejenigen, die mir immer erzählen „Ja, aber rechts ist rechts und links ist links, wie kann man das denn verwechseln?“ habe ich einen passenden Vergleich parat.
Nun bitte das andere Links. Danke. weiterlesen

Jetzt will sie auch noch Motorrad fahren.

Erst vor ein paar Tagen habe ich verraten, daß ich mich mit dem Erfüllen von Träumen schwer tue. Früher, da dachte ich immer, ich könne das mit dem Träumen nicht. Träume, das sei etwas für andere Menschen aber doch nicht für so hartgesottene Realisten wie mich. Träume, das ist das Zeugs, dem man hinter her jagt um am Ende derjenige zu sein, der in den Allerwertesten gekniffen wird. Nein, nein. Träume sind etwas für andere Menschen. Für Menschen, die daran glauben, daß Träume wahr werden können. Egal wie groß sie auch sind. Jetzt will sie auch noch Motorrad fahren. weiterlesen